Lauterbach kämpft weiter für allgemeine Impfpflicht
Ein Mitarbeiter schiebt im Krematorium einen Sarg in Richtung Feuerschlund. So illustriert DER SPIEGEL den Startartikel auf meiner Handy-App, als ich mich zum Ausgang der Impfpflichtentscheidung am 07.04.22 informieren möchte. Vermutlich sollte ich erschaudern bei dem Gedanken an die vielen freiwillig Ungeimpften, die es nach dem Bundestagsbeschluss nun auch weiterhin bleiben werden. 378 von 683 Abgeordneten haben sich gegen eine allgemeine Impfpflicht ab 60 entschieden!
“In Deutschland wird es vorerst keine Impffplicht geben”, relativiert DIE ZEIT das eindeutige Votum gegen eine Impfpflicht. Auch im D-Radio bemüht man sich in den Nachrichten den vorläufigen Charakter der Abstimmung im Bundestag herauszustellen. Gesinnungstreu wegbahnend berichtet man für die Impf- und Maßnahmenlinie unseres unbeirrbaren Gesundheitsministers, der sich erstaunlich unbeeindruckt vom Votum der Parlamentarier weiterhin für eine allgemeine Impfpflicht einsetzen will! “Wir machen weiter”, ermutigt er sich und sein Gefolge!
Es kann inzwischen als Lauterbachs Markenzeichen gelten, sich von jeder Art der Widerrede, Kritik oder anderslautenden Position zu distanzieren, vor allem weil er sich auf allerlei Kanälen lieber permanent selbst mitteilt und so zunehmend nicht mehr über sich hinaus kommt.
So verkündet der "Experte" im Ergebnis einer Bund-Länderrunde am 04.04. einschneidende Veränderungen in den Quarantäneregelungen, nur um sie einen Tag danach in einer Talkshow und später bei Twitter, vollständig zurückzunehmen. Den eigenen Vorschlag werde er "wieder einkassieren", sagt er mit entschiedener Strenge. Lauterbach schlägt Lauterbach.
Sich permanent mitzuteilen, ist eben noch lange kein demokratischer Diskurs. Das Selbstgespräch wurde noch nicht zum demokratischen Element geadelt.