Sie reiten ein totes Pferd, bitte steigen Sie ab!
Keiner galoppiert so unbeirrt auf einem toten Pferd, wie Karl Lauterbach. Beim Impfpflicht-Rodeo glaubt er die Renitenz der Ungeimpften mit einem Impfpflichtgesetz zu bezwingen. Der geboosterte Coronapatient kann vor Schwäche zwar kaum applaudieren, aber gestorben ist er immerhin ja nicht. Dafür muss man in diesen Zeiten dankbar sein, denn nicht allen Impflingen ist es so ergangen! Das ist der Verdienst des deutschen Impfapparates; an seiner Spitze der stets unerschrockene Don Quichotte hoch zu totem Pferde!
"Sie reiten ein totes Pferd, bitte steigen Sie ab", ruft Alice Weidel am 17.03.2022 den Befürwortern einer allgemeinen Impfpflicht im Bundestag zu. Diese wollen aber nicht daran glauben, dass das gebuchte Impf-Abo nutzlos ist und war. Selbst das RKI sieht mit der Impfung keinen Schutz mehr vor der Ansteckung mit Covid-19, sondern beschränkt die Schutzwirkung "auf schwere Verläufe und Hospitalisierungen". Die Infektionsmöglichkeit bleibt also nun auch hochoffiziell für alle und jeden jederzeit erhalten. So geht die Zahl der Genesenen auch unter den doppelt und dreifach Geimpften stetig nach oben und nicht selten fehlen sie in den Arbeitsverhältnissen genau so lange, wie ihre ungeimpften Kollegen. Und das sie dabei niemanden angesteckt hätten, darf man mit gesunden Menschenverstand getrost bezweifeln.
Ich bin gespannt auf die überarbeitete Impfkampagne der Kirche. Der Slogan "Impfen ist Nächstenliebe", wurde von den realen Verhältnissen überholt. Oder besser noch: erspart uns eure klerikalen Lebensweisheiten, wenn sie doch ganz offensichtlich den theologischen Kompetenzbereich überschreiten. Denn auf eine patriotische Staatskirche, die im Kriegsmodus deutsche Waffenlieferungen für "grundsätzlich legitim" erklärt, will ich auch in Coronafragen gern verzichten.
Nachdem man im Dezember 2021 eilig die inzwischen wirksame Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen beschlossen hatte, beginnt man nun doch noch einmal über das Für und Wider einer allgemeinen Impfpflicht nachzudenken und, man höre und staune, im Bundestag zu debattieren.
Als interessante Contra-Argumente sind mir aufgefallen:
1. Die verfügbaren Impfstoffe haben trotz beachtlicher Impfquoten in Teilen Deutschlands kaum entscheidende Fortschritte im Pandemiegeschehen gebracht. Das liegt daran, dass die Impfstoffe nicht leisten, was sie eigentlich sollten: der Schutz vor eigener Erkrankung und die Verhinderung der Weitergabe des Virus an Dritte (keine sterile Immunität).
2. Die jetzt verfügbaren Impfstoffe können uns nicht vor zukünftigen Virusvarianten schützen.
3. Die wenig wirksamen Impfstoffe haben auch noch eine kurze Wirkungszeit.
4. Niemand kann sagen, wieviele Auffrischungsimpfungen zukünftig noch für notwendig erklärt werden.
5. Die Coronaimpfstoffe haben in kürzester Zeit so viele schwere Nebenwirkungen erzeugt, wie noch kein zugelassener Impfstoff zuvor.
6. Die Langzeitwirkungen der Impfstoffe auf den menschlichen Organismus sind unbekannt.
7. Eine auf Dauer gestellte Impfpflicht hilft vor allem der Pharmaindustrie, läuft den aktuellen Virusentwicklungen aber stets hinterher.
8. Mit der Impfpflicht können wir das Coronavirus nicht ausrotten.
Die Befürworter der Impfpflicht werben mit einer "Normalität", die wir zurück bekommen könnten, wenn wir uns alle dem Impfregime beugen. Eine Normalität, der wir beraubt wurden und die wir nun unter bestimmten Bedingungen vom Räuber großmütig zurückbekommen könnten.
Und den vielen bereits freiwillig Geimpften, hat es ihnen etwas gebracht? Sie "genießen" ihre zugebilligten Sekundärfreiheiten (kein Testzwang, Sauna, Reisen, Kino), hoffen auf ihren Kurzzeitselbstschutz und kommen nicht mehr umhin festzustellen, dass sie sich mehr davon versprochen hatten.
Also, sehr geehrte Volksvertreter, nehmt zur Kenntnis, dass die große Mehrheit der jetzt noch ungeimpften Menschen in Deutschland nicht überzeugt werden konnte und mit guten Gründen (siehe oben) eine Impfung ablehnt. Sie sagen unmissverständlich: "Impfzwang, nein Danke!"