Nicht ohne meine Maske!
"Coronalockerungen: Wie kann man sich jetzt noch vor Corona schützen?", titelt die ZEIT. So sehr fürchten sich manche Menschen vor dem Wegfall der Coronaschutzmaßnahmen ab Anfang April.
Sie schaudert es bei dem Gedanken, unmaskierten Menschen beim Einkaufen zu begegnen und maskenlosen Kollegen ins Gesicht zu blicken. Grimmig werden sie über ihre freiwillig getragenen FFP2-Masken schauen und ihre befreiten Mitmenschen für eine persönliche Zumutung halten! Die schon lange nicht mehr getesteten Geimpften trauen den dann ungetesteten Ungeimpften nicht über den Weg!
Nachdem das "Team Vorsicht" monatelang unsere Lebenswirklichkeit beschnitten und drangsaliert hat, darf jetzt ein wenig Hoffnung für das "Team Freiheit" hervorschimmern. Das Corona-Gefolge ist freilich verunsichert; "Impfdurchbrüche" und ertestete Hochinzidenzen sind an der Tagesordnung.
Es wird genügend Menschen geben, die sich in die freiwillige Fortsetzung der einst verordneten Einschränkungen flüchten. Sie werden sich übertreffen mit Maßnahmevorschlägen, die niemand von ihnen fordert. Sie können nicht mehr ohne sein. Sie misstrauen dem Gesetzgeber, er muss sich geirrt haben! Ein gesellschaftliches Leben ohne Maßnahmen erscheint Ihnen zu gefährlich, ja lebensbedrohlich. Sie werden unbeirrt Masken tragen, Abstand halten, sich Boostern und Doppelboostern lassen und möglichst häufig testen; und allen gegenüber Verachtung empfinden, die das auf keinen Fall machen werden.
Die allgemeine Impfplicht ab 18 Jahren wird in Deutschland keine Mehrheit finden. Ich bin sehr erleichtert darüber, dass ich nicht genötigt werde, mich gegen meinen Willen impfen zu lassen. Für den ungeimpften Jahrgang 1972 und die früher Geborenen wird es mit dem forcierten Alternativvorschlag, einer Impfpflicht ab 50, eine Zitterpartie!
Die Beschäftigten im Gesundheitssektor haben da weniger Glück. Während man im Bundestag noch über Sinn und Unsinn einer wie auch immer gearteten allgemeinen Impfpflicht debattiert, bekommen erste ungeimpfte Mitarbeiter aus Pflegeeinrichtungen hochoffiziell und legal Betretungsverbote und Bußgeldandrohungen "mit freundlichen Grüßen" von ihrem Gesundheitsamt in Aussicht gestellt.
Für sie und alle anderen will ich mit Matthias W. Birkwald (Linkspartei) hoffen, dass die Zukunft zeigen wird, dass die "Impfflicht nur eine autoritäre Illusion" war.