Mitmenschenkunde für 2022

Mit wem haben wir es im neuen Jahr zu tun? Wie werden uns unsere Mitmenschen begegnen? 

Es ist noch nicht lange her, da hatten wir noch Großeltern, Eltern, Onkel, Tanten, Brüder, Schwestern, Cousinen, Cousins, Nichten, Neffen, Schwiegereltern, Schwiegertöchter und -söhne, Ehefrauen und -männer, Freundinnen, Freunde, Kolleginnen, Kollegen, nahe und ferne Bekannte. Im Großen und Ganzen wussten wir uns zu nehmen, tolerierten die eine oder andere Zumutung und setzten uns, wenn notwendig, auch immer mal wieder neu ins Verhältnis. 

Ende des Jahres 2021 begegnen wir uns als Geimpfte und Ungeimpfte, als Geboosterte und Ungeboosterte, als Genesene oder einfach nur so Gesunde, als Impfwillige und Impfkritiker. 

Wie kann es sein, dass unser ganzes Leben inzwischen davon abhängt, welche Position wir zu einer staatlich geförderten "Spritze" haben? Es wurde viel dafür getan, dass es so ist! Es ist kein Zufall oder der natürliche Lauf der Dinge! Es ist das Ergebnis staatlichen Handelns konkreter Akteure und es darf danach beurteilt werden, was es uns als Gesellschaft bringt.

Unsere persönlichen Beziehungen hat es jedenfalls "auf den Kopf" gestellt! Viele vertraute Beziehungen sind zu persönlichen Sumpfgebieten geworden, von denen man sich im gegenseitigen Interesse besser fernhält. 

Die eine oder andere Sprachlosigkeit in weihnachtlicher Familienrunde deutet an, welche Herausforderungen wir im neuen Jahr haben werden. In unserer Gesellschaft haben sich neue "Charaktere" entwickelt, die im Miteinander neue Konfliktlinien erzeugen und ehemals gelebte und empfundene Gemeinsamkeiten in den Hintergrund treten lassen. 

Wagen wir einen Blick auf einige Haupt- und Nebenrollen unserer neuen Gesellschaftsordnung:   

1. Radikale geimpfte Impfbefürworterin, fundamentale politisch, weltanschauliche Position

Claudia (33, Sozialpädagogin): Impfen ist Solidarität, Impfen ist Nächstenliebe, Impfen ist gesellschaftliche Inklusion. Mit der Impfung schütze ich nicht nur mich, sondern auch meine Mitmenschen, vor allem die vulnerablen Gruppen. Mit dem Impfen verbinde ich eine bessere Welt. Es ist Teil einer dringend notwendigen Ökologie für unseren Planeten. Ich gehe in Unverpacktläden und kaufe gern Bioprodukte. Achtsamkeit und Nachhaltigkeit sind mir wichtig. 
Ungeimpfte Menschen halte ich für schlecht informiert und rückwärtsgewandt. Sie sind egoistisch und verantwortungslos! Ihre Proteste gegen Coronamaßnahmen sind krotesk! Rechtsradikale und Extremisten instrumentalisieren den Unmut der Menschen für ihre staatsfeindlichen, faschistoiden Ziele. Leider haben viele Impfskeptiker diese Gefahr nicht genügend erkannt. Besonders schmerzt mich, dass eine vorgebliche Linke, Sarah Wagenknecht, in ihrer Wochenschau die solidarische Regierungshaltung in Frage stellt. 

2. Geimpfter Impfbefürworter, medizinisches Kalkül, politisch überzeugt

Moritz (39, Steuerfachangestellter): Die Impfung ist der einzige Weg aus der Pandemie! Ich informiere mich in seriösen Medien (ARD, ZDF, DER SPIEGEL, DIE ZEIT, correctiv: Faktencheck, tagesschau: Faktenfinder) und habe mich mit anerkannten Expertenmeinungen (z.B. Christian Drosten, Karl Lauterbach) auseinander gesetzt. Alle seriösen Wissenschaftler sind sich darüber einig, was das Gebot der Stunde ist. In der Adventszeit 2021 habe ich mich zum 3 Mal impfen lassen. Ich bin glücklich, dass ich inzwischen auch meine Kinder mit einer Impfung schützen kann. Für Ungeimpfte habe ich keinerlei Verständnis; sie sind der Grund weshalb wir die Pandemie immer noch nicht überwinden konnten. Wer etwas gegen Impfnebenwirkungen einzuwenden hat, sollte mal die Packungsbeilage von einem x-beliebigen Medikament studieren.

3. Ins soziale Leben zurückgeimpft, weder gesundheitliches Kalkül, noch politische Überzeugung

Ben (15 Jahre, Realschüler): Ich habe mich impfen lassen. Ich habe einfach keinen Bock mehr, auf all die Verbote. Ich will Leute treffen, ins Kino gehen und mit meiner Gang abhängen. Neulich war ich der Einzige der wegen der 2G-Reglung nicht mit zum Eislaufen konnte! Coronadebatten und Impfkritik interessieren mich nicht. Ich werd`s schon überleben.  

4. Gesundheitlich besorgt, geimpft, medial verängstigt, vertraut gewählten Politikern

Herbert (82 Jahre, Rentner): Es ist schlimm geworden in unserer Welt. In Italien und überall auf der Welt haben sich die Corona-Leichen gestapelt. Zum Glück lebe ich in Deutschland, wo alles gut geregelt und sich gekümmert wird. Für die Impfung wurde ich sogar mit dem Taxi ins Impfzentrum gefahren; das hat meine Hausärztin für mich organisiert. Da bin ich schon sehr dankbar! Viele wissen gar nicht, wie gut sie es in Deutschland haben; jeder kann sich kostenlos impfen lassen. Es ist mir rätselhaft, dass es Menschen gibt, die sich freiwillig nicht impfen lassen. Ich bin selbstverständlich geboostert, alles andere wäre ja Wahnsinn! Wenn weitere Spritzen notwendig sind, werde ich mich auch weiter impfen lassen. 

5. Geimpfte Impfkritikerin, medizinisches Kalkül, politische Zweifel 

Beate (42, Verkäuferin): Ich hatte den Versprechungen der Regierung geglaubt, dass die Impfung der einzige Weg aus der Pandemie ist. Die Berichterstattung der Medien hat mich bei meiner Entscheidung stark beeinflusst. Inzwischen habe ich Zweifel an der Wirksamkeit der Impfungen. Ich verstehe nicht, weshalb wir trotz der vielen geimpften Menschen, um ein vielfaches höhere Inzidenzen haben als vor einem Jahr.
Zudem gibt es in meinen Bekanntenkreis gesundheitliche Komplikationen mit der Impfung. Dabei habe ich die Statistiken des Paul-Ehrlich-Institutes (Bundesinstitut für Impfstoffe) entdeckt: 
Fast 2000 Tote nach der Impfung, über 25 000 schwerwiegende Nebenwirkungen (Thrombosen, Schlaganfälle), 200 000 gemeldete Impfnebenwirkungen. Nun habe ich Sorge, dass es meiner Gesundheit doch schaden könnte und werde mir keinesfalls eine weitere Spritze geben lassen. 
Glücklicherweise bin ich mir inzwischen mit meinem Mann einig: unsere Kinder werden keine Covid-Impfung bekommen. Die Risiko-Nutzen-Abwägung ist eindeutig: Es gibt auch bei Kindern nachweisliche Nebenwirkungen, unabsehbare Langzeitfolgen bei gleichzeitig minimalen Krankheitsrisiko. Noch nicht einmal das RKI empfiehlt die Impfung bei Kindern! 

6. Ungeimpfte Pragmatikerin, politisch uninteressiert, großes Interesse an Gesundheitsthemen

Sophie (55, Heilpraktikerin): Gesundheit ist mein Thema! Genau deswegen bin ich nicht gegen Covid-19 geimpft. Unser Immunsystem ist genial darin auf neue Herausforderungen zu reagieren. Deswegen stärke ich mein Immunsystem mit Vitamin D und abwechslungsreicher, überwiegend vegetarischer Ernährung. Das Impfabo bei Pharmatech ist mir suspekt und hat unserer Gesellschaft offensichtlich nicht viel gebracht. Vor kurzem bin ich an Covid-19 erkrankt und habe die Krankheit auch ohne Impfung gut überstanden. 
  
7. Ungeimpfter Gesellschaftskritiker, politisch elektrisiert, gesundheitlich vorsichtig

Tobias (37, Krankenpfleger): Ein guter Impfstoff braucht keine Werbung, die Leute sehen von allein, dass es hilft. Ein schlechter Impfstoff kommt nur mit Propaganda und Staatszwang unter die Leute. 
Wie viele Menschen haben sich impfen lassen, weil sie reisen, einkaufen, ins Kino oder Restaurant gehen wollen und der lästigen Testerei leid geworden sind? Sie nehmen das Risiko der Nebenwirkungen bei überschaubaren Nutzen in Kauf, weil der staatliche Hindernisparcour noch beschwerlicher ist. 
Die amtierenden Politiker haben mein Vertrauen spätestens seit dem Impfpflichtbeschluss vom Dezember 2021 verloren. Vor der Bundestagswahl wurden sie nicht müde eine Impfpflicht kategorisch auszuschließen; nun wird mein Berufsstand genau damit erpresst und genötigt! Unsere Volksvertreter in Bundestag und Bundesrat wollen es so! Nach fast 20 Jahren Berufspraxis soll ich aus meinem Beruf "entfernt" werden. Dagegen werde ich mich mit allen Mitteln wehren!
Ich werde für unsere freiheitliche Demokratie kämpfen, weil das, was ich um mich herum wahrnehme, nichts mehr mit Freiheit und Demokratie zu tun hat. Ich werde mich bei der Partei "Die Basis" engagieren; es wird Zeit das eine neue Partei die Bestandsverwaltung der Altparteien beendet. 

Die Gesundheitspolitik in der Coronakrise hat mich in keiner Weise überzeugt! Weil mir meine Gesundheit wichtig ist, möchte ich keinen Impfstoff, der immer wieder neu gespritzt werden muss und doch keine Immunität herstellen kann. 

8. Ungeimpft, existentiell bedroht, mit Gesundheitspolitik unzufrieden, politisch aktiviert

Antonia (42, Unternehmerin): In meinen Laden in der Innenstadt verirrt sich kaum noch jemand. All die ständig wechselnden Reglungen und Verbote haben viele meiner Kunden verprellt. Ich habe Stammkunden, die meinen Laden nicht mehr betreten dürfen, weil sie sich gegen eine Impfung entschieden haben. Einige kommen trotzdem: Ich bringe Ihnen die Waren vor die Tür. Einen Teil meiner Mitarbeiter musste ich in Kurzarbeit schicken. Ich weiß nicht, wie lange ich noch durchhalten kann.
Neulich ist eine Kundin in meinem Laden kollabiert. Sie hat hinter ihrer sorgfältig getragenen FFP2-Maske einfach nicht genug Sauerstoff bekommen. Die ganze Gesellschaft kommt mir merkwürdig "gehirngewaschen" vor. Ich kenne Menschen, die dreifach geimpft nicht mehr einkaufen gehen, weil sie die nächste Virusvariante, einen Impfdurchbruch oder Kontakt mit Ungeimpften befürchten. Einige Familien haben Weihnachten nicht miteinander gefeiert, um "unnötige" Kontakte zu vermeiden. 

Als kleine Therapie gegen die Auswirkungen der Staatsmedien-Gehirnwäsche kann ich regelmäßige Dosen alternativer Medien empfehlen: "Boris Reitschuster", "RUBIKON", "Achgut.com", "tichyseinblick.de", "RT Deutsch", "Servus TV".  

9. Desillusionierter Unternehmer, politisch enttäuscht, doppelt geimpft und nun genesen

Dirk (53, Unternehmer): Unser Gesellschaftssystem ist am Ende! Inszenierte "Schauprozesse", Propaganda, opportunistische Bundes- und Landespolitiker, die ihre Wahlversprechen im Kurzzeitgedächtnis gut aufgehoben sehen.
Anfangs habe ich mir keine Gedanken gemacht, war einfach impfen, weil das viele so gemacht haben. Ich habe die Impfung gut vertragen, hatte dann aber trotzdem Covid-19 und das mit vollem Programm. Auf die Intensivstation musste ich zum Glück nicht! Mit der Spritzerei ist für mich nun Schluss! Sollen die doch drohen und lärmen! Für den staatskonformen Propaganda-Apparat zahle ich jedenfalls keine GEZ mehr; und jeder Steuer-Euro für diesen korrupten Staat, ist einer zu viel. Schade, dass die AfD die einzige Partei ist, die diesen Pharmakaspern entgegentritt. Montags gehe ich inzwischen gern spazieren. Hier treffe ich Gleichgesinnte an der frischen Luft. 

Alle Personen- und Alters- und Berufsangaben, sowie die dargestellten Meinungen sind frei erfunden! Das "richtige Leben" ist natürlich viel komplexer und die dargestellten "Charaktere" sind weder erschöpfend noch trennscharf. Sie kommen in Mischformen und vielfältigen Variationen vor. Die beschriebenen Personen sind eine Kostprobe aus der Mannigfaltigkeit der gesellschaftlichen Verhältnisse. Sie könnten uns jedoch so oder ähnlich begegnen und wir tun gut daran, uns gegenseitig wieder besser verstehen zu wollen! 

In diesem Sinne: Einen guten Start ins neue Jahr!

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